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Wie ich einmal versuchte, reich zu werden
Als die junge Journalistin Heike Faller beschloss einen Teil ihres Ersparten in einem Jahr zu verdoppeln, war die Wirtschaftskrise bereits in vollem Gange. Doch vom Ergeiz gepackt ließ sie sich für ein Jahr in ihren Job beurlauben, um sich in der Finanzwelt umzuschauen und ihre 10.000,- Euro gewinnbringend anzulegen. Ein gewagter Versuch, denn bisher hatte sie keinerlei Erfahrungen. Klar war für sie, dass ihr Ziel nicht mit einer sicheren Anlage auf einem Sparbuch zu erreichen war. Also musste sie sich in die Thematik Optionsscheine und Termingeschäfte einarbeiten. Denn auch in Zeiten fallender Kurse bieten Optionsscheine gute Möglichkeiten. Zunächst läuft es für die neue Spekulantin auch ganz gut; der Goldpreis steigt in schwindelerregende Höhen. Heike Faller möchte mehr über die komplexen Zusammenhänge in der Finanzwirtschaft erfahren. Sie liest viele Bücher, u. a. auch über bekannte Größen wie Warren Buffet, Kostolany und George Soros. Letztgenannten trifft sie während ihres Experiments persönlich, um ihn in einem einstündigen Interview zu befragen. Der angestrebte Versuch von Heike Faller, die als Journalistin beim Zeit-Magazin arbeitet, zu Reichtum zu gelangen ist sehr unterhaltsam geschrieben, aber er vermittelt auch viel Lehrreiches. Vermutlich hat die Autorin während ihres Experiments mit dem Schreiben begonnen. Denn zum Schluss bemerkt man bei ihr eine ziemliche Sicherheit. Ja, diese Sicherheit beflügelt sie sogar, George Soros bei einem Treffen zu möglichen Richtlinien, zur Förderung und Sicherung eines funktionierenden Bankwesens zu befragen. Dies überrascht selbst die Autorin. Heike Faller beschreibt ihre Erfahrungen sehr sachlich und erweckt keinesfalls den Eindruck, dass Gier hinter ihrem Vorhaben steht. Sie lernt in ihrer Spekulationszeit viele interessante Menschen kennen. Bekannte und Verwandte sehen in ihr auf einmal eine Expertin und erhoffen sich von ihr „den Tipp". Doch trotz aller Euphorie, die sie mit ihrer Anlage in Gold ereilt, bleibt sie bodenständig. Eine Botschaft, die ihr in diesem Buch auf jeden Fall gelungen ist. Leseprobe DVA Ein Beitrag im DasErste - titel thesen temperamente - Heike Fallers wundersames Experiemnet der Geldvermehrung Über die Autorin: Heike Faller, geboren 1971, besuchte nach dem Abitur die Deutsche Journalistenschule in München. Sie studierte Ethnologie und Germanistik und war für »Brigitte«, »Geo« und das »SZ Magazin« tätig. Seit 1999 arbeitet sie als Redakteurin im Ressort »Leben« der »Zeit«. 1997 erhielt sie den Axel-Springer-Preis für Nachwuchsjournalisten und 2006 den Emma-Journalistinnen-Preis. |
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