Wie ein Abendessen zur
Liebesgeschichte wurde
„Das perfekte Gericht möchte den
Menschen ganz, mit seiner Lebensgeschichte und seinen Erfahrungen. Es bringt
uns immer wieder an persönliche Grenzen, bereitet uns unvergleichliche Freude
oder unsäglichen Kummer. Ein gutes Essen braucht aber vor allem Herz und Seele.
Nur die Liebe bietet jenen einzigartigen Geschmack, der vollkommen ist."
So ungefähr lautet ein Absatz in
der Geschichte, die so sehr ein Teil von mir geworden ist, dass ich manchmal
lauthals lachen muss, wenn ich mich daran zurückerinnere, wie dieser Roman
entstand. Geschrieben habe ich schon immer, gekocht eigentlich auch, wenn auch zeitweise
eher vor Wut als mit dem Kochlöffel in der Hand. So auch an besagtem Abend vor
zwei Jahren. Das unter Mühsal und mit Herzblut gezauberte Abendmahl erhielt bei
weitem nicht die Beachtung, die es meiner Meinung nach verdient hätte. Statt ein
ehrfurchtsvolles „Ach!" oder wenigstens ein begeistertes „Oh!" ob des liebevoll
dekorierten Tellers von sich zu geben, grunzte der Empfänger des Hochgenusses
nur, ohne den Blick vom Bildschirm zu lösen. Mein lieber Lebensabschnittsgefährte
hatte nämlich vor kurzem die kunterbunte Welt der Onlinespiele entdeckt, die er
so fesselnd fand, dass ihm Hören und Sehen verging. Zumindest was mich und
meine Kochkünste betraf. Also aß ich mein Ratatouille allein und als ich eine
halbe Stunde später noch immer schmollend vor dem inzwischen leeren Teller saß,
kam immerhin ein abwesend gemurmeltes: „Wenn du dich langweilst, dann schreib
doch ein Buch", von meinem Gegenüber.
Was soll ich sagen. Trotzig
klappte ich meinen Laptop auf und fing an, zu schreiben. Damit begann die
Geschichte von Katharina Lehner und der liebenswerten Figuren des
Kochbuchladens „Cook & Chill", deren Erzählerin mir manchmal mehr ähnelt,
als mir lieb ist. Die Idee des Schauplatzes stammt aus einer
Existenzgründungsidee, die ich nach ausgiebiger Kalkulation verworfen hatte, da
mein Portemonnaie eindeutig zu wenig hergab. Stattdessen bannte ich die Vision
eines eigenen Kochbuchladens auf unschuldiges Papier und füllte diesen Ort mit
einem ordentlichen Schuss Verrücktheit, einer ausgiebigen Portion Sehnsucht und
Enthusiasmus - und einer Prise Liebe.
Mein Lebensgefährte spielt sein
Onlinespiel schon lange nicht mehr. Und immer wieder zaubert es ein Lächeln in
mein Gesicht, wenn er verzweifelt fragt: „Schatz, gibt es was zu Essen, wenn Du
mit dem Schreiben fertig bist?" Ha. Ich hab doch gerade erst angefangen.
Veröffentlichung:

Ausgerechnet SoufflèVerlag: AAVAA E-Book Verlag UG
ISBN-10: 3941839276
ISBN-13: 978-3941839274
360 Seiten
9,95 Euro
Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten:

Klappentext:
"Ich führe das ganz und gar
durchschnittliche Leben einer Singlefrau in Köln. Mit dem gros meiner
Leidensgefährtinnen habe ich vor allem eines gemein: Ich habe mein langweiliges
Dasein ordentlich satt. Tagein, tagaus ertrage ich in einer renommierten
Anwaltskanzlei einen übellaunigen Boss, lecke Klebestreifen von Briefumschlägen
an, koche sagenhaft schlechten Kaffee und vertröste die Gattin des Chefs am
Telefon auf nirgend wann. Die Höhepunkte des Tages bestehen im
Feierabendstempeln und in haltlosen Bollywood-Kochgelagen mit meiner Freundin
Britta. Beides tue ich täglich.
Irgendwann geht die Sache schief.
Eigentlich geht nur eine Akte schief. Doch das ist sauteuer und sozusagen
wegweisend. Ich halte die Türklinke in der Hand. Und zwar von außen. Da stehe
ich nun, Katharina Lehner. Ohne Job, ohne Mann, ohne Plan. Mein
unwiderstehlicher Nachbar zählt nicht, den traue ich mich nicht mal
anzusprechen.
Aber ich habe ja das, was ich
manchem nicht unbedingt vorbehaltlos wünschen würde: Ein Rezept für jede
Lebenslage, ein paar Flaschen sündhaft teuren Wein und eine durchgeknallte
Busenfreundin. Wir ertränken meinen Kummer gemeinsam und hecken einen genialen Plan
aus: Wir eröffnen einen Kochbuchladen mit Bistro und Kochstudio."
„Himmelherrgott nochmal! Hätte
mich nicht mal jemand vorwarnen können?!"
Ihr Kommentar
Kommentar von solveig | 11.11.2011
das Buch ist total toll zu lesen, was ich da schon gelacht habe:)
Man sieht wirklich bildlich vor sich, und fühlt mit, was darin steht!!!
SUPER!
Solveig Ruh