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Kein Kuss für Finn




Kein Kuss für Finn
Brigitte Melzer
Verlag: Cbj
ISBN-10: 3570135411
ISBN-13: 978-3570135419
220 Seiten
9,95 Euro




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Rezension von Olga A. Krouk


Wie jetzt - Umzug in eine neue Stadt?
Mit einer neuen Schule und neuen Freunden? Nicht mit mir, denkt Charlie und stellt ihr gesamtes Leben auf den Kopf. Die Tops in Pastelltönen wandern in den Müll, stattdessen füllen den Schrank schwarze Klamotten im Goth-Stil. Eine neue Frisur, ein neues Make-up - schließlich sollen die Eltern gleich merken, was für einen schlechten Einfluss die Großstadt München auf ihre geliebte Tochter hat.
Selbstverständlich will Charlie keine Freunde in der neuen Schule haben, schließlich fährt sie bald zurück in ihre heimische Kleinstadt. Denkt sie.
Doch es kommt alle anders. Mit ihren sturen Eltern und den verräterischen Geschwistern muss Charlie in München bleiben. In einer Klasse mit dem fiesen Lukas, der scheuen Pannen-Anne und dem Finn, in den Charlie sich auf keinen Fall verlieben darf!
„Das meinen sie nicht so", sagte er gedämpft.
Doch. Taten sie. Das wusste ich nur zu gut, denn wenn wir in meiner alten Schule Neue auf dem Kicker hatten, meinten wir das auch genau SO."
Mit viel Witz und in einer lebendigen Sprache erzählt Brigitte Melzer die Geschichte ihrer Teenager-Figuren, als wäre sie selbst ein Teenager. Von der erste Seite an wurde ich von der Handlung mitgerissen und konnte erst mit dem letzten Satz aufhören, zu lesen.
Die Geschichte überzeugt nicht nur durch Spannung und liebenswerte Charaktere, sondern auch durch Themen, die uns allen nicht ganz so fern sind. Z. B. schildert die Autorin sehr eindrucksvoll die langsam einschleichende Befremdung zwischen der Protagonistin und ihrer besten Freundin, die in der Kleinstadt geblieben ist. Eine Freundschaft über mehrere Kilometer hinweg aufrecht zu erhalten ist eben nicht einfach.
Von Traumtypen und Fieslingen?
Die Charaktere sind sehr liebevoll beschrieben, haben ihre Ecken und Kanten und man schließt sie schnell ins Herz. Ich habe ihnen gern durch die Handlung gefolgt, mit ihnen gelacht, getrauert und mitgefiebert.
Vielleicht ist alles ein klein wenig verschönert - so einen Traumtypen wie Finn Hausmann kann man eher selten in der freien Wildbahn treffen und in einer realen Schule geht es zwischen den Schülern um einiges härter zu, aber ich habe mich nicht daran gestört.
Positiv ist auf jeden Fall hervorzuheben, dass Brigitte Melzer nicht nur eine spannende und witzige Geschichte erzählt, sondern auch viel Wert auf die Atmosphäre und Gefühle legt. Das hebt dieses Buch eindeutig von den anderen dieser Art hervor.
Fazit: Das beste „Mädchen-Buch", das ich bisher gelesen habe!


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