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Hexenkind





Hexenkind
Sabine Thiesler
Verlag: Heyne
ISBN-10: 3453432746
ISBN-13: 978-3453432741
576 Seiten
9,95 Euro



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Rezension von Edelgard Kleefisch


Ein Pilzsammler entdeckt in einem kleinen Haus im Wald die Leiche von Sarah Simonetti, ihr wurde brutal die Kehle durchgeschnitten. Aus einem bestimmten Grund möchte der Sammler nicht mit der Toten in Verbindung gebracht werden, daher verlässt er den Tatort ohne den Mord der Polizei zu melden.
Ein Rückblick von fast zwanzig Jahren zeigt, welches Motiv dem Mord zugrunde lag.
Nachdem Sarah ihrer Freundin den drogen- und alkoholabhängigen Freund Franky ausgespannt hatte, nimmt die Geschichte ihren Lauf. Sarah wird von dem eigensinniger Musiker schwanger. Nach der Geburt werden die Spannungen zwischen ihnen immer größer. Die Arbeitslosigkeit und die Süchte belasten das Verhältnis und ihre Tochter Elsa schreit zudem unentwegt. Noch ahnen die Eltern nicht, dass ihr Kind hochbegabt ist.
Nach einem gewaltsamen Streit hält sie es nicht mehr aus, sie verlässt Franky.
Sarah lernt den Italiener Romano kennen, der eine Trattoria in der Toskana eröffnen möchte. Beide beschließen gemeinsam nach Italien zu gehen und kurz darauf wird ihr Sohn Eduardo geboren. Doch an Edi´s zweiten Geburtstag geschieht ein Unglück. Er fällt er in den Teich der Großeltern; die Rettung ist zwar erfolgreich, doch Eduardo wird sein Leben lang mit einer geistiger Behinderung leben müssen. Zwischen den Stiefgeschwistern Elsa und Eduardo entwickelt sich eine innige aber auch ungewöhnliche Beziehung.

Die Story ist sehr unterhaltend und spannend aufgebaut. Man fühlt regelrecht mit der gestressten Mutter, die absolut hilflos dem Geschrei ihres Kindes ausgeliefert ist.
Es ist zwar abzusehen, dass es zu Schwierigkeiten in der Beziehung der Eltern kommen wird, dass die Geschichte aber diesen Verlauf nehmen wird, ist schon der besonderen Phantasie der Autorin zuzusprechen.
Sabine Thieslers Plot wirkt gut strukturiert und straff durchgezogen. Die Charaktere entwickeln sich schnell und sind auf den Handlungsstrang perfekt zugeschnitten. Bis zum Schluss gibt es keinen Hinweis auf den Mörder.
Einzig als negativ zu werten ist, dass der behinderte Edi, trotz seiner massiven Behinderung stets in der Lage ist, Wörter, ja sogar kleine Sätze zu Reimen zusammen zu bringen. Dies scheint angesichts der schwere der Behinderung eigentlich unmöglich zu sein.
Hexenkind ist ein grandioser Thriller. Mit ihrem Debüt, Der Kindersammler begeistere Sabine Thiesler bereits ihre Leser. Da auch das zweite Buch an den Erfolg anknüpft darf man sehr gespannt auf weitere Veröffentlichungen der Autorin sein.

Fazit: Eine wendungsreiche Story, deren Handlung jedoch sehr strukturiert und straff durchgezogen wird. Das Ende ist völlig üb unerwartet. Diese Mischung garantiert einen Hochgenuss für Krimifans.






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