 Glutnester Gabriele Diechler Verlag: Gmeiner ISBN-10: 3839211204 ISBN-13: 978-3839211205 272 Seiten 9,90 Euro
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Rezension von Romy Bigalke
Gabriele Diechler wurde 1961 geboren und arbeitet als Drehbuchautorin für die
Fernsehsender ARD und ORF. Nebenbei verfasst sie Literatur für Kinder.
"Glutnester" ist bereits der dritte Roman, den sie im Gmeiner-Verlag
veröffentlicht.
Die Kölner Kriminalpsychologin Elsa Wegener, die sich im letzten Roman
"Engpass" aufrgund eines Seitensprung ihres Ehemanns von ihm getrennt
hat, hat nun die Scheidung hinter sich und muss ihre Selbstzweifel verarbeiten.
Es verschlug sie und ihre pubertäre Tochter Anna nach Bayern in ein Dorf nahe
des Chiemsees. Hier ist sie noch immer nicht heimisch geworden. Anna sucht nach
Freunden und findet eine, die im Laufe des Romans dem Täter über den Weg läuft.
Zudem gibt es immer noch Probleme was die Teamarbeit zwischen Elsa und ihrem
Kollegen Degenwald angeht, der für sie viele Gefühle hegt. Dann gibt es aber da
noch den Kollege Ben, auch dieser empfindet starke Zuneigung für Elsa, die sie
zunächst erwidert.
Trotz des privaten Chaos gibt es keine Auszeit für die Psychologin, denn eine
ältere zuckerkranke Frau wurde in ihrem Zimmer eingeschlossen und später tot
aufgefunden. Sie starb an Unterzuckerung und kurze Zeit später wird auch ihre
Schwester ermordet. Die Familie wird genauestens untersucht. Motiv scheint
zunächst der Verkauf des Bauernhofes zu sein. Die jungen Leute der Familie
möchten lieber verkaufen, als weiter dort zu arbeiten. Ein interessanter und
zugleich verwirrender Punkt: Der Tod der Zuckerkranken wird in einem längst
veröffentlichten Roman der später ebenfalls ermordeten Schwester genauestens
beschrieben. Was hat das zu bedeuten? Eine schwierige Zeit für die Psychologin
zumal sich die privaten Probleme nicht verdrängen lassen.
Ein Krimi über eine Frau, die privat im Gefühlschaos steckt. Zugleich taucht sie
beruflich in eine Familie ein, die voller Geheimnisse steckt. Der Roman liest
sich schnell weg.
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