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Das Mädchen mit den Teufelsaugen
Ines Thorn
Verlag: Wunderlich
ISBN-10: 380520888X
ISBN-13: 978-3805208888
384 Seiten
16,95

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten:

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Rezension von Edelgard Kleefisch

Die Zigeunerin Tonia wird dabei erwischt, wie sie auf dem Markt eine Geldbörse gestohlen hat. Während sie hierfür bestraft wird, ziehen ihre Leute weiter und nehmen auch ihr Neugeborenes mit. Das Dorf kann sie nun nicht verlassen, da die Tore geschlossen sind. Verzweifelt klopft sie an die Tür des Weißbinders Ruppert. Dieser hat Mitleid und gibt der jungen Frau etwas zu Essen und zu Trinken, bietet ihr sogar an, in der Werkstatt zu schlafen. Rupperts Frau, die nicht so gutherzig ist, gefällt dies gar nicht. Tonia schlägt der hochschwangeren Frau vor ihr aus der Hand zu lesen. Da setzen plötzlich die Wehen ein. Nach einer schweren Geburt kann sich die Rupperts Frau nicht um das Neugeborene kümmern, und so kommt es gerade recht, dass Tonia das Kind stillen kann. Sie darf als Amme im Haus bleiben. Rosamunde, die Tochter des Weißbinders entwickelt eine besondere Beziehung zu der Zigeunerin.

Die Augen Rosamunds haben, was sehr selten ist, unterschiedliche Farben. Deshalb wird sie im Dorf „das Mädchen mit den Teufelsaugen“ genannt. Nur mit gesenktem Blick oder einer Augenbinde kann sie das Haus verlassen, um nicht den Zorn der Menschen auf sich zu ziehen.

Als Tonia auf dem Markt einer alten Frau ein großes Unheil aus der Hand liest, wird sie kurzerhand als Hexe angeklagt und auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Rosamunde kann den Tod ihrer Ziehmutter nur schlecht verwinden.

Um sich abzulenken, macht sie sich in der Werkstatt ihres Vaters nützlich. Zu ihrer Mutter hat sie kein allzu herzliches Verhältnis, da diese sich mehr zu ihrer Erstgeborenen hingezogen fühlt. Ihre Schwester lässt keine Gelegenheit aus, Rosamunde zu demütigen. Schließlich kommt es soweit, dass auch der Vater sich gegen seine Tochter stellen muss und Rosamunde in ein Kloster geschickt wird.

Als ein Feuer im Kloster ausbricht, wendet sich auf einmal ihr Schicksal. Rosamund wird nun als Heilige verehrt. Der Beginn einer turbulenten Berg- und Talfahrt um das Schicksal einer jungen Frau.

Rosamunde, das Mädchen mit den Teufelsaugen kann einem wirklich leid tun. Allein der Umstand, dass sie unterschiedliche Augenfarben hat, macht ihr das Leben zur Hölle.

Eine Geschichte, die den Leser berührt, ihn mithoffen lässt, dass das arme Mädchen nicht noch mehr unschöne Erfahrungen erwarten. Ines Thorn beschreibt die Menschen, Lebensumstände und Ängste dieser Zeit sehr plastisch und nachvollziehbar.

Ein faszinierendes Buch, fesselnd und detailreich erzählt. Liebhaber des historischen Romans kommen hier auf ihre Kosten.

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