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Das Krähenweib
Rezension von Edelgard Kleefisch Annalena Habrecht erfährt schon früh, was es heißt, Tochter eines Henkers zu sein. Sie leidet sehr unter den Hänseleien der anderen Kinder. Auch die Zukunft verspricht nicht besser zu werden, denn eine Heirat ist nur mit einem Mann möglich, der ebenfalls aus dem Berufstand des Henkers stammt. Und es kommt noch schlimmer. Annalenas Mann ist sehr gewalttätig. Seine Misshandlungen haben tiefe Narben auf ihrem Körper hinterlassen. In ihrer Verzweiflung fasst sie bei einer erneuten körperlichen Attacke allen Mut zusammen und wehrt sich gegen ihren Mann und nutzt auch die Gelegenheit zu einer Flucht. Ihr Weg führt sie nach Berlin, wo sie den Apothekerlehrling Johann Böttger kennen und lieben lernt. Dieser hat sich der Alchemie verschrieben, auch wenn er weiß, dass dies für ihn sehr gefährlich werden kann. Für seine Versuche Gold herzustellen, benötigt er Förderer, die er natürlich auch bereitwillig findet. Ein hoher Preis, wie sich herausstellen wird. Annalena muss für ihre Liebe kämpfen, ein Kampf, der fast aussichtslos scheint. Wer sich auf das Abenteuer einer Zeitreise mit dem Krähenweib in das Jahr 1701 begibt, hat gleich ein Sicherheitspaket mitgebucht. Denn, mit Sicherheit erwartet den Leser, eine gut recherchierte und hervorragend umwobene Geschichte. Corina Bomann verliert sich nicht in schnörkeligen Umschreibungen und auch die Zahl der Handlungspersonen ist sehr überschaubar, sodass die Charaktere dem Leser schnell vertraut sind. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Im Bereich Jungendbuch hat die Autorin zuvor zwei historische Romane veröffentlicht, beide unterhaltend und ohne Längen. Mit dem Krähenweib setzt die Autorin diesmal im Bereich Erwachsenen-Literatur ihr Talent für dieses Genre erneut unter Beweis.
Eine weitere Rezension auf Buechertitel.de: Der Pfad der roten Träume Jugendbuch Sturmsegel Jugendbuch
Autorenbeiträge von Corina Bomann auf Buechertitel.de: Im Land der Regenbogenschlange
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