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Blinde Flecken

Peter Probst
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN-10: 3423211954
ISBN-13: 978-3423211956
256 Seiten
8,95 Euro



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Rezension von Dietmar Stanka

Dem ehemaligen Polizisten der Münchner Kriminalpolizei und heutigen privaten Ermittler Anton Schwarz wird ein seltsamer Fall zuteil. Ein jüdischer Rechtsanwalt namens Loewi beauftragt ihn, die Hintergründe der Amokfahrt des noch in Haft befindlichen Tim Burger zu untersuchen. Loewi ist nämlich der Ansicht, dass Burger die Tat nicht im Affekt begangen hat, sondern gewissenhaft geplant. Burger soll in der rechtsextremen Szene tätig sein und daher ganz gezielt sein Auto auf die Gruppe gesteuert haben. Die Bilanz des brutalen Aktes: ein getöteter Jugendlicher des jüdischen Sportclubs Blau-Weiß 57, zwei schwer Verletzte und nicht messbare psychische Schäden bei den Beteiligten und Umstehenden. Schwarz beginnt mit seiner Spurensuche und findet einen Weg hin zu seiner Frau, die von ihm getrennt lebt und die er immer noch heiß und innig lebt. Sie war eine Lehrerin von Burger und deswegen erhofft sich Schwarz Informationen über den jungen Kriminellen zu bekommen. Aber die Zeit läuft ihm davon, denn Burger soll frühzeitig aus der Haft entlassen werden, weil sein Therapeut Jörg von Medlingen der Überzeugung ist, dass Burger keine Gefahr mehr darstellt. Da gibt es aber ein Problem, Jörg von Medlingen ist ein führendes Mitglied der rechtsradikalen Gruppe Manzonia, die bei den nächsten Wahlen unbedingt die Macht ergreifen will und das mit allen Mitteln ...

Peter Probst legt mit diesem Roman seine Finger in eine offene Wunde. Einer Gefahr, die in Deutschland und auch in vielen anderen Ländern dieser Erde immer noch schwelt. Rechtsradikale Gruppen sind immer noch in viel zu großer Zahl vertreten und sind dabei höchst gefährlich. Der Roman besitzt einen großen Spannungsbogen, der sich zu einem absehbaren Showdown neigt. Die Charaktere sind gut beschrieben und das Buch ist aufgrund seiner leichten Sprache flüssig zu lesen.

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