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Aber
schön war es doch ... Horst Bosetzky Verlag:
Jaron Verlag ISBN-10: 3897736217 ISBN-13: 978-3897736214 350
Seiten 19,95 Euro
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Rezension von Romy
Bigalke
Horst Bosetzky, 1938 in Berlin geboren, absolvierte eine Ausbildung
zum
Industriekaufmann bei Siemens. Anschließend studierte er Soziologie,
Psychologie, BWL und VWL. In Bremen war er wissenschaftlicher
Mitarbeiter der
Landesregierung und forschte hier zur Reform der Bremer Verwaltung.
Zurück in
Berlin beteiligte sich der Autor an der Gründung der Fachhochschule für
Verwaltung und Rechtspflege in West-Berlin und war hier von 1973-2000
als
Professor mit dem Schwerpunkt Organisationssoziologie und
Bürokratieforschung
tätig, in dem er unzählige Artikel und Werke veröffentlichte.
Doch ist er nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Schriftsteller. Seit
1971
publizierte Bosetzky zahlreiche Kriminalromane, Nachschlagewerke über
Berlin und
eine Familiensaga um Manfred Matuschewski. Der vorliegende Roman gehört
gewissermaßen ebenfalls zu dieser Geschichte. Allerdings handelt er
nicht
hauptsächlich von Manfred, sondern seiner Jugendliebe Inge Bugsin. Die
Eltern
waren eng befreundet und spielten regelmäßig Karten miteinander. Es
bestand also
eine enge Bindung zwischen den Familien. Inge wächst die ersten Jahre
ohne Vater
auf beziehungsweise hat sie durch den Krieg nur Briefkontakt mit ihm.
Die Mutter
ist mit dem Mädchen und ihrem Bruder überfordert. Nach dem Krieg
übernimmt Inges
Mutter das Büromöbelgeschäft ihres Vaters. Gemeinsam mit dem
heimgekehrten Mann
wird es ein florierendes Unternehmen, dass Inges Bruder einmal
übernehmen soll.
Inge wiederum beginnt eine Ausbildung und genießt ihr Leben in
Karolinenhof, der
Sommerresidenz der Bugsins. Die schönsten und unbeschwertesten Tage
verlebt sie
hier. Matuschewskis verbringen viele Tage im Sommer bei der
Schmöckwitzer Oma
unweit von Karolinenhof entfernt. Manfred und Inge waren wie füreinander
bestimmt. Doch Inge suchte das Abenteuer und fand es mit einigen
Männern.
Allerdings waren dies keine dauerhaften Beziehungen. So ging ihr Leben
weiter
bis sie einen älteren Mann kennenlernte, ebenfalls Inhaber eines
Möbelfachgeschäfts. Mit ihm gründet sie eine Familie. Aber ist sie
glücklich? Es
ist die Geschichte einer Frau, die zwar willensstark ist aber vieles
auch
einfach so hinnimmt, wie es kommt. Sie führt ein Leben zwischen Hoffnung
und
Enttäuschung, immer auf der Suche nach dem großen Glück.
Bosetzky hat mit diesem Roman seine Familiensaga erweitert, indem er
die
Biografie einer Frau beschreibt, die für Manfred Matuschewski sehr
bedeutsam
war. Mit Witz und Berliner Charme erfährt der Leser mehr über Manfreds
Jugendliebe.
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